Spielbericht: Playoff Viertelfinal Spiel 1 EHC Belp – Laufen
Der Viertelfinal war erreicht und die Belper rückten ihrem Ziel schon wieder ein Stück näher. Jetzt musste die nächste Hürde gemeistert werden, nämlich die baselbieter Mannschaft aus Laufen. Auch im Viertelfinal wollte die Serie in zwei Partien entschieden werden.
1. Drittel:
Das Spiel begann wie üblich, wenn die belper Jungs das Feuer entzündet haben, und die Leidenschaft in den Augen eines jeden Spielers sichtbar ist: Nämlich mit einem schweren Start für den Gegner. Der EHC Belp, mit einer unveränderten und starken Aufstellung übernahmen früh das Spieldiktat. Jedoch gibt es einen bedeutenden Unterschied zwischen dem Team von Huttwil und der aktuellen Mannschaft aus Laufen: Die Überzeugung die Belper um jeden Preis am Tor zu hindern und den entschlossen Körperkontakt zu suchen. Allerdings gab es auf beiden Seiten zusammen im 1. Drittel nur fünf Zweiminutenstrafen. Das Spiel war schnell, hart aber torlos. Beide Torhüter hielten ihren Kasten mit starken Paraden sauber. Der auswärtige Goalie wurde jedoch eindeutig mehr und schwieriger geprüft als Mike Schmocker. Im Grossen und Ganzen bot das 1. Drittel mässiges Spektakel, allerdings auf taktisch und positionstechnisch hohem Niveau.
2. Drittel:
Auch das Mitteldrittel änderte nichts an der angespannten Lage, die während diesem unentschiedenen Spiel auf die Nerven beider Mannschaften drückte. Eine Art „Verkrampftheit“ was spürbar, da das Spiel jederzeit auf die eine oder andere Seite kippen konnte. Die ersten 10 Minuten des Drittels waren gegenüber dem 1. ziemlich ähnlich. Doch was sich allmählich abzeichnete, war die zahlenmässige Unterlegenheit der Laufener. Die Belper verfügten über drei sehr ausgeglichene aktive Linien und hatten noch die Option, falls nötig, auf die Reservespieler zurückzugreifen, während Laufen mit ihren knappen 3 Linien bezüglich Ausdauer somit einen deutlich schwereren Stand hatten. In der 35. Minute kam auf belper Seite schliesslich die Erlösung. Mit einem perfekten Slapshot hämmert Fabian Meyer, der diese Saison übrigens auch schon Plexischeiben zerschossen hat, die Scheibe in die rechte hohe Torecke und bringt den EHC Belp verdient mit 1:0 in Führung. Die Laufener, sichtlich nervös, spielten nun offensiver und die Belper versuchten noch nachzudoppeln. Kurz vor der Pause verletze sich Alan Gerber unglücklich an der Schulter und zog sich vorzeitig in die Garderobe zurück. Mit dem Vorsprung von einem Tor ging es in die Pause.
3. Drittel:
Als hätte es keine Pause gegeben, knüpften die Mannschaften sofort an die bisherigen Leistungen an. Nach 6 Minuten luchst Nico (Mafioso) Guidotti einem gegnerischen Verteidiger die Scheibe ab, und hängt diese nach einer zuckersüssen Täuschung über den Torhüter unter die Latte, 2:0. In der Hofmatt herrschte dank der super Fans schon seit Anbeginn eine geniale Stimmung und diese kamen nun umso mehr in Schwung. Die Belper witterten, dass der Sieg zum Greifen nah ist. Gleich 3 Minuten später erweiterte Dominic Rolli auf das vorentscheidende 3:0. Und dasselbe geschah weitere 3 Minuten später durch Roman Stucki, der nach Vorlage von Serge Dürig zum 4:0 verwertete. Die Partie war gelaufen, jedoch blieben 13 Minuten zu spielen. Alan Gerber erschien nun wieder auf der Bank, jedoch nicht einsatztauglich. Beim Team sein zählte für ihn, sonst nichts. In der 50. Minute gelang den Laufener der Ehrentreffer durch einen eher glücklichen Schuss von Roger Kottmann. Es schien aber als hätten sie sich mit der Niederlage abgefunden, und es wurde jetzt noch die Zeit runtergespielt. In der letzten Minute kassierte der EHC Belp wieder einmal ein spätes Tor, jedoch ohne grössere Konsequenzen. Das erste Viertelfinalspiel ging also mit einem 4:2 Sieg für die belper Jungs aus.
Spielbericht: Steven Vit